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Jeder,
der erfährt, dass wir gerben, fragt uns, wie wir dazu gekommen sind.
Tatsache ist, wir wissen es selbst nicht so genau. Wir haben im Internet
mal eine rudimentäre Anleitung gelesen. Einige Zeit später kam
das Thema wieder auf und der Gedanke, selbst Leder herzustellen, hat sich
dann wohl selbständig gemacht. Die Lektüre von Matt Richards Deerskins into Buckskins : How to Tan with Natural Materials und H.Hottingers/U.Reebs Gerben. Leder und Felle selbst gerben. lieferten uns eine gute Anleitung in der Kunst des Gerbens. Wir entschieden uns für die alte, indianische Methode der Hirngerbung. Und genau hier tauchte ein grosses Problem auf. Der BSE-Krise haben wir es wohl zu verdanken, dass selbst Schweinehirn nicht mehr im Handel erhältlich ist. Im 2000 war die Situation noch nicht so kritisch und wir konnten bei einem Metzger in der Region noch soviel Hirn beschaffen, dass es für drei Felle reichen sollte. Nun ja, dass aller Anfang schwer ist und einigen
Muskelkater hervorrufen kann, haben wir inzwischen erfahren. Die Zeitangaben
in der Lektüre haben wir bei weitem überschritten und gravierende
Fehler gemacht. Als das erste Leder endlich trocken war, war es einfach
hart, unbrauchbar.... Trotz all den Strapazen und den enttäuschenden Resultaten, haben wir "gestressten Büromenschen" mit dem Gerben eine wunderschöne und psychisch sehr erholsame Beschäftigung gefunden. Deshalb gibt es für uns auch kein Aufgeben - denn wir gerben um des Gerbens willen. |
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am:
29.07.2008
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