Eigentlich ist "Indianer" eine völlig falsche Bezeichnung, die wir Christoph Columbus zu verdanken haben. "Indianer" wird heute eher als ein Schimpfwort angesehen, dennoch werden wir die American Natives in der Folge weiter Indianer nennen. Dies hat zwei Gründe: Aus unserer Sicht ist das Wort "Indianer" kein Schimpfwort, sondern bezeichnet einen Angehörigen einer sehr interessanten Kultur. Zum Zweiten, wer weiss schon, wovon wir sprechen, wenn es um Natives geht? Ich hoffe, es mögen uns alle verzeihen, die sich an dieser Bezeichnung stossen!

Lange Zeit konnten die indianischen Völker in Ruhe und Frieden leben. Sorgen bereitete ihnen lediglich die Nahrungsbeschaffung. Mit den weissen Siedlern nahm dieses Problem immer grössere Ausmasse an, zumal die Indianer immer mehr in die Enge getrieben wurden. Dies war die Zeit als die Indianer die wilden Rothäute genannt wurden. Die Darstellungen, die nun über die indianische Kultur folgten, wurden bewusst verfälscht. Einen traurigen Höhepunkt erreichte die Hetze gegen diese Völker, als ganze Stämme über den legendären "Trail of tears" in kleine Reservate getrieben wurden und viele Menschen ihr Leben lassen mussten. Diese Reservate waren oft derart öde und unfruchtbar, dass an ein normales Leben nicht zu denken war. So wurde diese Kultur weitgehend zerstört und die Lebensweise der Weissen aufgezwungen.
Tatsächlich werden die Indianer auch heute noch oft als Menschen zweiter Klasse angesehen. Doch wer nur ein wenig tiefer schaut, bemerkt schon bald, dass hinter dieser Kultur sehr viel mehr steckt!
Die Kultur der amerikanischen Urbevölkerung fasziniert uns schon seit geraumer Zeit. Je mehr wir über die Völker gelesen und erfahren haben, umso mehr hat es uns gepackt.


Natürlich wollten wir nicht nur über die indianische Kultur lesen, sondern wir wollten ausprobieren.
Als erstes haben wir uns an die Verarbeitung von Fellen gewagt. Leder nach altherkömmlicher Art auf völlig natürliche Weise herzustellen ist faszinierend und geht in die Knochen!
    Als Nächstes haben wir uns ans Schnitzen eines Kalumets gemacht. Dies geschah streng nach einer Anleitung der Abenaki, welche wir im Netz gefunden haben. Wir haben diese übersetzt und mit der Erlaubnis der Abenaki nun veröffentlicht. Das Herstellen einer Pfeife ist eine Zeremonie - bitte haltet Euch daran!
Da uns nicht alle Leder auf Anhieb gelangen, hatten wir ein Stück Steinbockleder, das sehr hart war. Nun auch die Indianer haben selten was weggeworfen, so haben wir uns entschieden, dass dieses harte Ding doch eigentlich noch für eine Trommel herhalten kann.
Eine Trommel Bauen
Wer arbeitet kriegt auch Hunger. So kam es, dass selbst die Küche der Natives nicht verschont wurde. Wir haben uns die entsprechende Lektüre besorgt und schon einiges probiert. Glaubt mit, so exotisch ist diese Küche nicht, jedoch sehr gut für Handwerker geeignet!
   
     
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aktualisiert am: 29.07.2008