Wie bereits in der Einleitung "Kräutergarten" angetönt, hatten wir bei unserem gemieteten Wohnhaus ein Blumenbeet, das ausser Wildwuchs verschiedenster Blumen nicht viel hergab. Da wir sowieso einen Platz für unsere Küchenkräuter benötigten, haben wir beschlossen dieses Beet umzumodeln. Als wir uns ein bisschen schlau machten, wie dies am besten anzupacken wäre, sind wir unter anderem auf eine Kräuterspirale gestossen. In einer solchen Spirale kann den Klimaansprüchen von jedem Pflänzchen entsprechend der geeignete Platz zugeordnet werden.
Auch dass wir selbst eine Kräuterspirale nicht "normal" bauen können haben wir eingangs bereits erwähnt. Um die ganze Sache abzurunden haben wir noch einen Miniteich eingeplant. Da auch dies noch zu einfach ist, musste zusätzlich noch eine Pumpe her, und ein kleiner Wassefall eingeplant werden.

 
   
 
   
Wir haben also mit dem Aushub des Teiches und des Beets begonnen, wobei die ausgehobene Erde auf eine Plastikfolie geschüttet wurde. Die kleine Grube wurde noch mit einer Rinne für den kleinen Bachlauf versehen und nun mit Teichfolie ausgelegt. Dabei musste beachtet werden, dass die Folie bis unter die Spirale zu liegen kam, da zum Einen überschüssiges Wasser gefangen werden sollte und zum Anderen die Minze schön nass hat.
Mit einer Schnur haben wir nun den Grundriss der Spirale gelegt, mit Mörtel und Natursteinen die erste Reihe aufgemauert. Die Steine von verschiedener Farbe und Grösse haben wir dabei aus nahen Flüssen geholt. Nun konnte Reihe für Reihe aufgemauert werden, bis die Form eines Schneckenhauses in der Höhe von ca. 80 cm. entstanden war.
Nach dem Austrocknen wurde der Bereich der trockenen Pflanzen mit einer grosszügigen Schicht Kies gefüllt und danach alles schön mit der Erde des Aushubs gefüllt.

Nachdem wir den Schlauch zur Pumpe schön versteckt und den Schacht fertig aufgemauert hatten konnten wir nun mit der Bepflanzung beginnen.
Ganz Oben, dort wo es am trockensten ist haben wir den Salbei und den Thymian platziert. Beide lieben warmes und trockenes Klima. Etwas weiter unten folgten Oregano, Goldmelisse (Indianernessel). Dann Zuckerkraut, Estragon, Ysop, Petersilie und Schnittlauch. Zusammen mit der Zitronenmelisse, der Pfefferminze und der Berberminze hat auch ein Stock Zitronengras Platz gefunden. Sie lieben es, die Wurzeln bereits im Wasser zu haben.
Den Basilikum ziehen wir in einem Topf, da er ein gefundenes Fressen für die Schnecken ist.
Ebenfalls im Topf sind Rosmarin, Chili und Bergamotte, da sie Frostempfindlich sind. Der Liebstöckel wurde in eine Schale verbannt, weil er sehr stark wuchert.

Breits seit 3 Jahren plätschert nun ein munteres Bächlein beim Sitzplatz und lässt einen die Sommerabende gleich noch mal so gemütlich erscheinen. Falls mal ein paar Kräuter in der Küche gebraucht werden, können sie schnell geerntet und wirklich frisch verarbeitet werden.

 
created by McRamp webdesign © 2003
aktualisiert am: 29.07.2008