Die nachstehenden Ausführungen wurden von den Pennacook-Abenaki übernommen und übersetzt.
Doch auch eigene Erfahrungen von meinem ersten Pfeifenbau fliessen mit ein.
So zum Beispiel kann es bei der Steinschnitzerei für ungeübte Hände Blasen und Schwielen absetzen.

Kleine Rauchgeschichte
Der Gebrauch von brennbarem Pflanzenmaterial für medizinische und zeremonielle Zwecke wurde von den indianischen Völkern seit Generationen gepflegt.
Um den medizinischen Gebrauch der Pflanzen zu vereinfachen, kann man auch ein Schwitzzelt benützen. Die heissen Steine verwandeln die Pflanzen in Rauch, der so eingeatmet wird.
Die verbreitetste Art zu rauchen war jedoch diejenige mit Pfeifen. Der Pfeifenkopf wurde üblicherweise aus dem roten "Pfeifenstein" oder anderen weichen Steinarten hergestellt. Hierzulande ist dafür der Speckstein mit seinen Farbschatierungen von rötlich bis grün geeignet.
Manche Pfeifen wurden aus einem Stück ähnlich einem Ellenbogen oder in Form von Tierkörpern geschnitzt. Der Stein wurde mit scharfen Steinsplittern, Feuerstein oder Messern bearbeitet. Pfeifenköpfe aus gebranntem Ton kamen genauso wie Pfeifen aus geschnitztem Holz oder Knochen zur Anwendung.
Mit den Siedlern kam auch das Metall zu den amerikanischen Urvölkern und damit auch die von Europäern hergestellten "Tomahawk-Pfeifen". Mit dieser Kombination aus Tomahawk und Pfeife trieben die Siedler bei den Indianern Handel. Der aus Messing oder Stahl gegossene Pfeifenkopf konnte auf den längs durchbohrten hölzernen Waffengriff aufgesetzt werden.
Der Pfeifenstiel wurde aus Harthölzern oder verholztem Schilfrohr gefertigt. Zum Aushöhlen wurden verschiedene Methoden angewandt. Oft wurden Hölzer mit weichem Kern gewählt, der einfach durchgestossen oder ausgebrannt werden konnte. Seltener ist die Methode, den Stiel der Länge nach aufzusägen, eine Rinne einzuritzen und die beiden Hälften wieder sorgfälltig zu verbinden.
Einige Stammesgruppen haben schon früh eingerollte Blätter von Kräutern und Tabak wie Zigarren geraucht.

Der Rauch und das Rauchen war ein wichtiger Teil des indianischen Lebens. Feuer brannte immer - zum Kochen, zum Heizen oder mit speziellen Holzarten zum Wasserdicht-Räuchern von Leder, um den Körper zu reinigen oder auch für Heilzwecke.

Die Materialien für den inhalierten Rauch entstammten aus einer breiten Palette wildwachsender Kräuter, Baumrinde und Pflanzen, einschliesslich des Urtabak's. Verglichen mit den heutigen chemisch behandelten und parfümierten Tabaksorten waren diese Mischungen weit weniger nikotinhaltig und wiesen eher einen medizinischen Charakter auf.

© by Pennacook-Abenaki, ins Deutsche übersetzt von Claudia Ramp

 
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aktualisiert am: 29.07.2008